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Hier kommt die Sonntagsausgabe des Tagespropheten....
Ach ja, zum Gewinnspiel: wenn alle vier Ausgaben online sind, ergeben die grauen Felder das gesuchte Wort....
Wettbewerb Teil 2
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In der Früh begann es mit dem Kinderzauberwettbewerb.
Die Reaktionen der Kinder ließen
erkennen, dass sie großen Spaß mit den auftretenden
Künstlern hatten. Danach gab es einen
fließenden Übergang in die restlichen Nummern
des Bühnenwettbewerbs, wobei hier auch großartige
Leistungen zu verzeichnen waren.
Nach einer
kurzen Umbaupause ging es weiter mit dem
Close-up Wettbewerb. Eine Vielzahl unterschiedlicher
Nummern begeisterten das Publikum...
Moment... Sie glauben doch nicht wirklich, dass
wir unseren Stil geändert haben?
Haben wir nämlich nicht:
Kinderzauberer am frühen Morgen. Gibt es bessere
Gelegenheit um weiterzuschlafen ohne das Gefühl
haben zu müssen, etwas zu verpassen? Doch
Moment, das laute Getrampel und die Kinderschreie
der Begeisterung stören die Nachtruhe.
Den Beginn des Kinderwettbewerbs machte Magic
Dominik. Wenn auch nicht in Sachen Zauberei,
zumindest bei der Zauberstablänge legte
er den anderen einiges vor. Da ging es auch fast
unter, dass er während seiner Nummer mehrfach
Milch in Wasser verwandelte.
Der nächste Künstler war Simon, der mit seinem
viel zu großen Zauberhut das Publikum zum Dahinschmelzen
brachte und Wettbewerbspunkte
für Fred Pax sammelte.
Pierre Mardue legte in
seinem extravaganten Outfit und mit seinem
sich von ganz alleine bewegenden Zauberstab ein
nicht allzu charmantes Verhalten an den Tag, so
sagte er doch zu seiner (und nicht nur seiner!) Assistentin
Jessica: „Moment, hier fehlt ja was, eine
bezaubernde Assistentin!“ .
Maguel trat zu seiner Zaubermatura mit gleich
drei Zusätzen an. Um seine eigene Nummer zu
überstehen, musste er selbst die ganze Zeit über
trinken – ob das wirklich nur Zitronen-, Erdbeer und
Johannisbeersaft war?
Grundsätzlich zeigte sich bei allen Kindernummern
ein klares Muster: Wer keine Tücher aus
dem Hut ziehen kann, braucht gar nicht erst
zum Wettbewerb anzutreten. Dies machte auch
Clownfrau Manu deutlich, die die Kinder durch
das Programm führte und für viele Überraschungen
sorgte.
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Eine andere Art von Zauberei konnten die Kinder
dann bei der Nummer von Magic Alex aus
der Sparte Allgemeiner Magie sehen. Eine Frage,
die sich allen stellte, war nur, ob dieser zum Üben
oder zum Schminken länger gebraucht hatte. In
einem anschließenden Interview mit zehn zufällig
ausgewählten Personen des jungen Publikums
stellte sich jedenfalls heraus, dass 90% davon den
Zauberer mit den „Tauben und dem Feuer“ am
besten gefunden hatten!
Letzter Teilnehmer auf der Bühne war
Christian Bischof aus der reichen Schweiz. Mit
einem vielseitigen Programm konnte er beweisen,
dass alles funktioniert, wenn man nur daran
glaubt. Ob dies auch auf einen Wettbewerbssieg
zutrifft, bleibt allerdings zu hinterfragen.
So qualitativ hochwertig der Bühnenwettbewerb
zu Ende ging, so vielversprechend ging auch der
Close-Up-Wettbewerb los.
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„Die Witze werden nicht besser!“ (Anmerkung:
gut waren sie nie!) – Nach diesem Zitat des
Partyzauberers René war man bereits ab der ersten
Close-Up-Nummer topmotiviert, auch die
restlichen zwei Stunden noch aufmerksam sitzen
zu bleiben. In ähnlichen Tönen sprach auch der
nächste Teilnehmer, Scaramouche: „Ich weiß, ich
bin nicht der Beste!“
Der fröhliche Bill Chang
lockerte die Stimmung dann, indem er neben
unterschriebenen Karten auch ungebrauchtes,
geschlossenes Knabberzeugs vom Hofer hervorzauberte
und die Dame aus dem Publikum nahezu
mit seinen Kunststücken überwältigteforderte.
Alestro konnte sich nicht so ganz entscheiden:
Diät oder doch lieber Bulimie? Schwarzer Keks
auf schwarzem Hintergrund oder doch eher blauer
Punkt auf blaue Kartenrückseite? Tja, nicht
nur der Schwamm soff sich hier an.
Mit Trinken
begann auch die nächste Nummer – da er noch
niemals in Los Angeles gezaubert hat, freute sich
Dino Dorado ganz besonders, nun in Zell am
See auftreten zu dürfen und packte erst einmal
sein konzentrationsförderndes Getränk aus, bevor
es mit dem Rätseln losgehen konnte.
Als letzter
Wettbewerbskünstler des Tages trat Erich vors
Publikum: „Ich werde Ihnen jetzt etwas zaubern,
das Sie alle dringend gebrauchen können.“ Einen
guten Trick? „Geld!“ Ach, das…
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Seminar
David Kaplan und Martin Eisele |
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Der bekennende Houdini-Fan und Schlossermeister
begann das Seminar mit einer Hommage
an sein größtes Idol. Beim Türen-, Rucksäcken-
und Zwangsjackenöff nen können die
restlichen fünf Prozent der nichterlernten Schlossergeheimnisse
leider eine größere Rolle spielen,
als er es sich gedacht hatte. Aber alles kein Problem,
denn wie er selbst so schön sagte: „Lass’ die
Zauberei nie der Unterhaltung im Weg stehen!“
Weiters in seinem Repertoire fand man zum Beispiel
noch „seine Force“, welche manch anderer
Zauberer auch als „klassische Force“ bezeichnet,
einen Trick mit bewusstseinsveränderten Substanzen
oder auch das „Mysteriöse Verschwinden
der Seminarhefte“. Außerdem hatte er wichtige
Kritik anzubringen, welche man sich durchaus zu
Herz nehmen sollte – es gäbe hier in Deutschland
nämlich keine ausreichend große Vielfalt in Zaubershops…
Der Mann, den man vor allem durch seine
Nummer mit der Maus kennt, leitete sein
Seminar diesmal ohne die orangene Begleitung
und erklärte geduldig und detailliert Münz- und
Kartenroutinen. Als Tipps zu Präsentationen ließ
er unter anderem verlauten, dass er „das Betteln
um Applaus“ eher „nicht so toll“ und die Rolle
des Zauberers als „Opfer“ anstatt „Täter“ durchaus
sympathischer fände. Ach, hätte er diese Ratschläge
doch bereits am ersten Kongresstag verlauten
lassen…
Gerade an diesem Nachmittag konnte man Martin
Eisele als einarmigen Banditen bewundern,
der weder Mimik, Gestik noch Gerede nötig hatte,
um seine Münz-Routine erfolgreich vorführen
und anschließend erklären zu können. Was aber
but not least noch angemerkt werden muss: Lassen
Sie Ihre Spielkarten nie vom eingetretenen
Feierabend wissen, sonst könnte es zu wundersamen
Überraschungen kommen!
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