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54. Kongress Österreichischer Magier, Tagesprophet, Sonntag 23.5. PDF Drucken Email
Geschrieben von Peter Lipp   
Mittwoch, 26. Mai 2010
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54. Kongress Österreichischer Magier, Tagesprophet, Sonntag 23.5.
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Hier kommt die Sonntagsausgabe des Tagespropheten....

 

Ach ja, zum Gewinnspiel: wenn alle vier Ausgaben online sind, ergeben die grauen Felder das gesuchte Wort....

Wettbewerb Teil 2

In der Früh begann es mit dem Kinderzauberwettbewerb. Die Reaktionen der Kinder ließen erkennen, dass sie großen Spaß mit den auftretenden Künstlern hatten. Danach gab es einen fließenden Übergang in die restlichen Nummern des Bühnenwettbewerbs, wobei hier auch großartige Leistungen zu verzeichnen waren.

Nach einer kurzen Umbaupause ging es weiter mit dem Close-up Wettbewerb. Eine Vielzahl unterschiedlicher Nummern begeisterten das Publikum...

Moment... Sie glauben doch nicht wirklich, dass wir unseren Stil geändert haben? Haben wir nämlich nicht:

Kinderzauberer am frühen Morgen. Gibt es bessere Gelegenheit um weiterzuschlafen ohne das Gefühl haben zu müssen, etwas zu verpassen? Doch Moment, das laute Getrampel und die Kinderschreie der Begeisterung stören die Nachtruhe.

Den Beginn des Kinderwettbewerbs machte Magic Dominik. Wenn auch nicht in Sachen Zauberei, zumindest bei der Zauberstablänge legte er den anderen einiges vor. Da ging es auch fast unter, dass er während seiner Nummer mehrfach Milch in Wasser verwandelte.

Der nächste Künstler war Simon, der mit seinem viel zu großen Zauberhut das Publikum zum Dahinschmelzen brachte und Wettbewerbspunkte für Fred Pax sammelte.

Pierre Mardue legte in seinem extravaganten Outfit und mit seinem sich von ganz alleine bewegenden Zauberstab ein nicht allzu charmantes Verhalten an den Tag, so sagte er doch zu seiner (und nicht nur seiner!) Assistentin Jessica: „Moment, hier fehlt ja was, eine bezaubernde Assistentin!“ .

Maguel trat zu seiner Zaubermatura mit gleich
drei Zusätzen an. Um seine eigene Nummer zu überstehen, musste er selbst die ganze Zeit über trinken – ob das wirklich nur Zitronen-, Erdbeer und Johannisbeersaft war?
Grundsätzlich zeigte sich bei allen Kindernummern ein klares Muster: Wer keine Tücher aus dem Hut ziehen kann, braucht gar nicht erst zum Wettbewerb anzutreten. Dies machte auch Clownfrau Manu deutlich, die die Kinder durch das Programm führte und für viele Überraschungen sorgte.

Pierre Mardue

Eine andere Art von Zauberei konnten die Kinder dann bei der Nummer von Magic Alex aus der Sparte Allgemeiner Magie sehen. Eine Frage, die sich allen stellte, war nur, ob dieser zum Üben oder zum Schminken länger gebraucht hatte. In
einem anschließenden Interview mit zehn zufällig ausgewählten Personen des jungen Publikums stellte sich jedenfalls heraus, dass 90% davon den Zauberer mit den „Tauben und dem Feuer“ am besten gefunden hatten!

Letzter Teilnehmer auf der Bühne war Christian Bischof aus der reichen Schweiz. Mit einem vielseitigen Programm konnte er beweisen, dass alles funktioniert, wenn man nur daran glaubt. Ob dies auch auf einen Wettbewerbssieg zutrifft, bleibt allerdings zu hinterfragen.

So qualitativ hochwertig der Bühnenwettbewerb zu Ende ging, so vielversprechend ging auch der Close-Up-Wettbewerb los.

Akes Brezina

„Die Witze werden nicht besser!“ (Anmerkung: gut waren sie nie!) – Nach diesem Zitat des Partyzauberers René war man bereits ab der ersten Close-Up-Nummer topmotiviert, auch die restlichen zwei Stunden noch aufmerksam sitzen zu bleiben. In ähnlichen Tönen sprach auch der nächste Teilnehmer, Scaramouche: „Ich weiß, ich
bin nicht der Beste!“

Der fröhliche Bill Chang lockerte die Stimmung dann, indem er neben
unterschriebenen Karten auch ungebrauchtes,
geschlossenes Knabberzeugs vom Hofer hervorzauberte und die Dame aus dem Publikum nahezu mit seinen Kunststücken überwältigteforderte.

Alestro konnte sich nicht so ganz entscheiden:
Diät oder doch lieber Bulimie? Schwarzer Keks auf schwarzem Hintergrund oder doch eher blauer Punkt auf blaue Kartenrückseite? Tja, nicht nur der Schwamm soff sich hier an.

Mit Trinken begann auch die nächste Nummer – da er noch niemals in Los Angeles gezaubert hat, freute sich Dino Dorado ganz besonders, nun in Zell am See auftreten zu dürfen und packte erst einmal sein konzentrationsförderndes Getränk aus, bevor
es mit dem Rätseln losgehen konnte.

Als letzter Wettbewerbskünstler des Tages trat Erich vors Publikum: „Ich werde Ihnen jetzt etwas zaubern, das Sie alle dringend gebrauchen können.“ Einen guten Trick? „Geld!“ Ach, das…

Rene Frotscher

Seminar
David Kaplan und Martin Eisele

Der bekennende Houdini-Fan und Schlossermeister begann das Seminar mit einer Hommage an sein größtes Idol. Beim Türen-, Rucksäcken- und Zwangsjackenöff nen können die restlichen fünf Prozent der nichterlernten Schlossergeheimnisse leider eine größere Rolle spielen, als er es sich gedacht hatte. Aber alles kein Problem, denn wie er selbst so schön sagte: „Lass’ die Zauberei nie der Unterhaltung im Weg stehen!“

Weiters in seinem Repertoire fand man zum Beispiel noch „seine Force“, welche manch anderer Zauberer auch als „klassische Force“ bezeichnet, einen Trick mit bewusstseinsveränderten Substanzen oder auch das „Mysteriöse Verschwinden der Seminarhefte“. Außerdem hatte er wichtige
Kritik anzubringen, welche man sich durchaus zu Herz nehmen sollte – es gäbe hier in Deutschland nämlich keine ausreichend große Vielfalt in Zaubershops…


Der Mann, den man vor allem durch seine
Nummer mit der Maus kennt, leitete sein
Seminar diesmal ohne die orangene Begleitung
und erklärte geduldig und detailliert Münz- und Kartenroutinen. Als Tipps zu Präsentationen ließ er unter anderem verlauten, dass er „das Betteln um Applaus“ eher „nicht so toll“ und die Rolle des Zauberers als „Opfer“ anstatt „Täter“ durchaus sympathischer fände. Ach, hätte er diese Ratschläge doch bereits am ersten Kongresstag verlauten lassen…

Gerade an diesem Nachmittag konnte man Martin Eisele als einarmigen Banditen bewundern, der weder Mimik, Gestik noch Gerede nötig hatte, um seine Münz-Routine erfolgreich vorführen und anschließend erklären zu können. Was aber but not least noch angemerkt werden muss: Lassen
Sie Ihre Spielkarten nie vom eingetretenen
Feierabend wissen, sonst könnte es zu wundersamen Überraschungen kommen!

David Kaplan

 

Martin Eisele



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Letztes Update ( Donnerstag, 27. Mai 2010 )
 
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