Superlative – Peinlichkeiten – Auszeichnungen

Da ich von einigen Österreichischen Zauberfreunden kontaktiert wurde, die wissen wollten was der Oscar der Zauberkunst ist.

In der Ganzen Woche, einem auflagestarken Printmedium in Österreich, kann man derzeit auf einer Doppelseite eine Story des „Lederhosen-Magier“ Michael Späth aus Oberösterreich lesen.
Man kann einer Zeitung wohl keinen Vorwurf machen, wenn es auf geschickt inszenierte Preise hereinfällt, die in der Unterhaltungsindustrie bzw. in Fachkreisen keinerlei Relevanz haben.
Dann kann man solche Worte lesen wie:

„Eine perfekte Show, die dem 44 jährigen im Herbst einen „Oskar“ der Magier einbringen wird“, „Einen dieser „Merlin Awards“ habe ich bereits im Vorjahr bekommen. Das ist noch niemand in unserem Land gelungen. Damit bin ich mit einer Reihe mit Größen wie David Copperfield.“

Dass man sich mit solchen Aussagen der Lächerlichkeit in Fachkreisen aussetzt scheint offensichtlich manche nicht zu stören.
Wer wissen möchte, wie man sich auch so einen Preis erwerben kann, der sollte in den kommenden Ausgaben das Sonderthema „Eitelkeiten“ lesen.
Ich habe mich natürlich mit Herrn Hassini (Boss von IMS) darüber direkt ausgetauscht um aus erster Quelle berichten zu können.
Macht IMS etwas Verbotenes? Nein, sie versteht es nur, mit der Eitelkeit  mancher Leute Geld zu verdienen.  Das gibt es ja auch in anderen Branchen. Und er kann gut davon leben. Eine WinWin Situation?

Wer Meinungen zu dem Thema PR mit Auszeichnungen in der Zauberkunst hat, soll mir doch schreiben, gerne baue ich Ihre Meinung in das in Vorbereitung befindliche Spezialthema ein.
Wenn sich die  besten Zauberkünstler im Juli Rimini bei FISM treffen wird man vergeblich auf den Lederhosenmagier warten. Aber er steht ja auf einer Stufe mit Copperfield, der auch nicht kommt…..

hanno.rhomberg@me.com

*) Noch eine persönliche Bemerkung:
Wie ich von Freunden weiß ist Herr Späth ein sehr netter Mensch. Seine Lederhosen Show ist auch für manche Zielgruppen sehr amüsant und ordentlich gemacht. Sie ist allemal amüsanter wie so manche Schuhplattlershow bei uns in Kitzbühel.
Dieser Beitrag richtet sich also nicht gegen ihn persönlich. Jeder soll die Strategie wählen bekannt zu werden, die er für richtig hält. Es ist nur ein Hinweis, dass nicht jeder Preis und jede Auszeichnung auch einen künstlerischen Wert hat. Und das gehört in einem Fachmedium auch einmal gesagt.

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